Harnwegserkrankungen beim Hund
Beschreibung / Ursache
Häufige Auslöser sind bakterielle Infektionen der Harnblase, seltener Harnkristalle oder -steine. Auch anatomische Veränderungen, hormonelle Störungen (z. B. Inkontinenz bei kastrierten Hündinnen) oder Tumoren können zugrunde liegen.
Symptome
- häufiger Harndrang
- Urinabsatz in nur kleinen Mengen oder auch unkontrolliert
- Schmerzen beim Urinieren
- evtl. Unruhe
- evtl. Blut im Urin
- bei vollständigem Harnverhalt handelt es sich um einen Notfall!
Diagnose
- Urinuntersuchung (Teststreifen, Sedimentanalyse)
- bildgebendes Verfahren (Ultraschall oder Röntgen)
- ggf. Blutuntersuchung zur Beurteilung von Nierenfunktion und Entzündungswerten
Therapie
- Antibiotika
- entzündungshemmende Schmerzmittel
- Diätfutter
- Harnkatheter (bei Bedarf)
- Operation (in schweren Fällen, z. B. bei Steinen oder Tumoren)
Prognose
In den meisten Fällen sehr gut, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt und gezielt behandelt wird. Wiederholte Infekte sollten weiter abgeklärt und langfristig überwacht werden.